![]() GEDICHTE VON MARIANANDA ![]() SEIN
Wie mühevoll das Einschlafen in die Geburt. Wie sorgenvoll das Träumen in den Leben Wie schmerzvoll das Gleiten in den Tod Wie einfach, wie sorglos, Wie fraglos Das Erwachen ins SEIN. Endlos
Sei endlos in der Zeit. Der blaue Planet sehnt Sich nach Frieden. Deine Seele sehnt Sich nach Frieden Deine Heimat sehnt Sich nach Dir. Kehre heim und sei Frieden. Sei du selbst. Sei Frieden Erwache zum Frieden, Der Du bist. Sei endlos in der Zeit. ICH-ICH
Endlose Schattenkarawanen Aneinandergereiht aus Endlosen Lebensentwürfen Kehren willig schweigend Zurück in meine Mitte Um sich aufzulösen Im traumlosen JETZT des : ICH BIN Illusionen
Glückstraum reihte sich an Glückstraum, Albtraum erjagte Albträume. Jahrelang rannte ich vor dem einen fort, und dem anderen hinterher. Erwacht, erkannte ich: Ein illusionäres Ich jagte Illusionären Träumen hinterher Mein anfängliches, überwältigendes Gelächter hat einem friedlichen Schmunzeln Platz gemacht. Bewusstsein
Du kannst Bewusstsein überschatten: Mit Begriffen. Mit Vorstellungen. Mit Daten. Mit Zahlen. Mit Glauben. Mit Nicht-Glauben. Mit Religionen. Mit Ansichten. Mit Vernunft. Mit Unvernunft. Mit Welten - und mit Gegenwelten. Aber Du kannst es niemals zum Verlöschen bringen. Niemals in sich selbst verdunkeln. Weil es alles das auch ist. Oder auch nicht. Nur: ganz anders. Shalom
Yoga des Herzens Geborene Pracht In der Stille der Seele Ruhet selig Erwachen Tosen der Winde Erlauschtes Gebot In das Werden der Worte Gebieret erklingend sich Zeit Erglühen der Farben Gebundenes Licht In die Fülle des Raumes Entfaltend lebendige Form Yoga des Herzens Erstorbene Sehnsucht In der Stille des Nichts Ruhet ewiges Sein. BARMHERZIGKEIT
Gott, Du gnadenvoller, Grosser Gibst unzählig – immerzu Jedem Vogel, jeder Muschel Jedem Stein und jedem Stern allem, was erscheinen mag. Allem was bleibt unsichtbar gibst du Leben, Atem, Lebensfunken bis ins winzigste Atom. Rechnest nicht, verlangst dafür nichts, freuest Dich und glühest tiefer, weil dein Werk so wohlgetan. Immer wieder schwängerst du und kreisest Qual nicht scheust Du und Geburt, freuest Dich und glühest tiefer, weil Dein Werk so wohlgetan. Gott, Du gnadenvoller, Grosser liebestrunken, klingend, leerend, bis Unendlichkeit erscheint. Dann erst ruhst Du in der Stille, an dem siebten Tag der Tat. Aus der Stille quillst Du wieder, um das Werk erneut zu schauen. Oh, Du Gott, Du gnadenvoller Grosser Liebender so voll des Klanges, niemals bleibst Du – immer bist Du, überall und nirgendwo. Gutheit – unermesslich weise – gebend, nehmend, strafend, lobend, doch in Wahrheit immer stillend. Gutheit –unermesslich bildend – gebend, nehmend, strafend, lobend - doch in Freiheit immer wachsend. Gutheit - unermesslich einfach. Niemals gebend, niemals nehmend, niemals strafend, niemals lobend. Allein seiend, alles liebend - seiend Sein. Vollste Fülle, leerste Leere, Gottes Gnadenliebestrunk. Erst wenn Dürsten schal wird trinkst Du, erst wenn Hunger dumpf wird isst Du. Erst wenn Denken nicht mehr glaubet, erst wenn Fühlen nicht mehr sehnet, erst, wenn wahrnehmend zerstäubt die Illusion, siehst Du, weißt Du, bist Du eines Einzigen Geliebter, und, Du bleibst die Ewigkeit. Berge, Blumen, Menschen, Tiere, Sein und Nicht-Sein, alles wirbelt durcheinander. Stehet, lieget, tanzet, ruhet; In der Zwischen - Zeit ergibt sich Stille . Tausend Tage musst ich wandern Tausend Tage musst ich tun. Eine Stunde wollt ich ruhen, rasten, wollte schlafend Träume fangen. Weil ich schlief, erkannt ich Wach-Sein. Und nun sing ich Lieder, voll des Lobes, Tue Taten freudig, ohne Grund. Wandre Täler, Hügel, Strassen. Ohne weil und soll und aber. Solange, bis Zeit vergeht. MARIANANDA ![]() |



